Urokompetenz Podcast mit Dr. Witt

PSA-Wert steigt: Bedeutet das Prostatakrebs?

05.04.2026
Ein steigender PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Prostatakrebs. Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt erklärt mögliche Ursachen, die Bedeutung des zeitlichen Verlaufs und wann weitere Untersuchungen sinnvoll sind.
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PSA-Wert steigt: Bedeutet das Prostatakrebs?
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Worum geht es in dieser Folge?

Ein steigender PSA-Wert sorgt bei vielen Männern für Verunsicherung. Doch ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Auch eine gutartige Prostatavergrößerung, eine Entzündung oder vorausgegangene Untersuchungen und Eingriffe können den PSA-Wert beeinflussen.

In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, wie ein auffälliger PSA-Wert richtig eingeordnet wird und wann weitere Untersuchungen sinnvoll sind. Entscheidend ist nicht nur ein einzelner Messwert, sondern vor allem seine Entwicklung im zeitlichen Verlauf.

Zusätzlich berücksichtigt der Urologe unter anderem das Alter, die Größe der Prostata, die PSA-Dichte, den Anteil des freien PSA, mögliche Entzündungen und die familiäre Vorbelastung. Ein moderat erhöhter Wert wird deshalb häufig zunächst unter vergleichbaren Bedingungen kontrolliert, bevor weitere diagnostische Schritte eingeleitet werden.

Bleibt der PSA-Wert auffällig oder steigt er weiter, können eine Prostata-MRT, ein hochauflösender Mikroultraschall oder zusätzliche Bluttests bei der persönlichen Risikoeinschätzung helfen. Eine endgültige Krebsdiagnose kann in der Regel erst durch die feingewebliche Untersuchung einer Prostatabiopsie gestellt werden.

In dieser Folge erfahren Sie

  • Was der PSA-Wert über die Prostata aussagen kann
  • Warum ein erhöhter PSA-Wert nicht automatisch Prostatakrebs bedeutet
  • Welche gutartigen Ursachen den Wert beeinflussen können
  • Warum der zeitliche Verlauf wichtiger als ein einzelner Messwert sein kann
  • Welche Bedeutung Prostatagröße, PSA-Dichte und persönliches Risiko haben
  • Wann MRT, Mikroultraschall oder weitere Bluttests sinnvoll sein können
  • In welcher Situation eine Prostatabiopsie notwendig werden kann

Warum dieses Thema wichtig ist

Der PSA-Test ist ein wichtiger Bestandteil der Prostatakrebs-Früherkennung. Er kann auf Veränderungen der Prostata hinweisen, unterscheidet jedoch nicht zuverlässig zwischen einer gutartigen Ursache und einer Krebserkrankung.

Ein auffälliger Wert sollte deshalb weder ignoriert noch vorschnell als Krebsdiagnose verstanden werden. Die strukturierte Abklärung hilft dabei, unnötige Eingriffe zu vermeiden und gleichzeitig einen klinisch bedeutsamen Tumor nicht zu übersehen.

Da Prostatakrebs in einem frühen Stadium häufig keine Beschwerden verursacht, ist die Bewertung des PSA-Verlaufs besonders wichtig. Welche Untersuchungen erforderlich sind, hängt immer von der persönlichen Gesamtsituation ab.

Weiterführende Informationen

Eine ausführliche Erklärung zur Interpretation des Laborwerts finden Sie im Beitrag PSA-Wert bei Prostatakrebs: Was Patienten wissen müssen.

Mehr über Nutzen und Grenzen der Vorsorge erfahren Sie unter Früherkennung von Prostatakrebs.

Informationen zur gezielten weiteren Diagnostik bietet der Beitrag Mikroultraschall bei der Prostatabiopsie.

Video zur Folge

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Mehr Informationen

Medizinischer Hinweis

Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein erhöhter oder steigender PSA-Wert sollte gemeinsam mit einem Urologen anhand des Verlaufs, der Prostatagröße und aller weiteren persönlichen Befunde beurteilt werden.

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