Urokompetenz Podcast mit Dr. Witt

Gutartige Prostatavergrößerung: Welche Prostata-OP passt?

19.04.2026
Welche Prostata-OP ist bei einer gutartigen Vergrößerung geeignet? Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt erklärt die Unterschiede zwischen Rezūm, HoLEP und roboterassistierter Adenomenukleation sowie wichtige Kriterien für die Auswahl.
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Gutartige Prostatavergrößerung: Welche Prostata-OP passt?
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Worum geht es in dieser Folge?

Ein schwacher Harnstrahl, nächtlicher Harndrang und das Gefühl einer unvollständig entleerten Blase können auf eine gutartige Prostatavergrößerung hinweisen. Nicht jeder Mann benötigt deshalb sofort eine Operation. Reichen Medikamente jedoch nicht mehr aus oder werden Blase und Nieren durch die Abflussstörung belastet, kann ein Eingriff sinnvoll sein.

In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, welche Verfahren zur Behandlung der vergrößerten Prostata zur Verfügung stehen und für welche Patienten sie infrage kommen können.

Besprochen werden die Wasserdampftherapie Rezūm, endoskopische Verfahren wie die HoLEP und die roboterassistierte Adenomenukleation. Alle Methoden sollen die eingeengte Harnröhre entlasten und das Wasserlassen verbessern – unterscheiden sich jedoch in Ablauf, Belastung und Einsatzgebiet.

Welche Prostata-OP bei gutartiger Prostatavergrößerung am besten passt, hängt unter anderem von Größe und Form der Prostata, der Stärke der Beschwerden, der Restharnmenge, Begleiterkrankungen und den persönlichen Wünschen des Patienten ab.

In dieser Folge erfahren Sie

  • Wann eine gutartige Prostatavergrößerung behandelt werden sollte
  • Warum nicht jeder Patient sofort operiert werden muss
  • Wie die Wasserdampftherapie Rezūm funktioniert
  • Was bei einer HoLEP über die Harnröhre geschieht
  • Wann eine roboterassistierte Adenomenukleation infrage kommt
  • Welche Rolle Prostatagröße, Restharn und Begleiterkrankungen spielen
  • Warum auch Auswirkungen auf den Samenerguss besprochen werden sollten

Warum dieses Thema wichtig ist

Die eine beste Prostata-OP für alle Patienten gibt es nicht. Rezūm kann bei einer leicht bis mäßig vergrößerten Prostata eine schonende Möglichkeit sein. Bei endoskopischen Verfahren wie der HoLEP wird das einengende Gewebe über die Harnröhre entfernt. Für eine sehr große Prostata kann eine roboterassistierte Ausschälung sinnvoll sein.

Neben der Größe der Prostata sind auch die persönliche Anatomie und das gewünschte Behandlungsergebnis wichtig. Einige Verfahren sind besonders schonend, andere entfernen mehr Gewebe und können dadurch eine langfristige Verbesserung ermöglichen. Gleichzeitig unterscheiden sie sich bei Katheterdauer, Erholung, Blutungsrisiko und möglichen Veränderungen des Samenergusses.

Eine Operation kann besonders dann notwendig werden, wenn erhebliche Beschwerden, wiederholter Harnverhalt, eine große Restharnmenge oder eine Belastung von Blase und Nieren bestehen. Die Auswahl sollte deshalb nach einer gründlichen Untersuchung und einer verständlichen Beratung erfolgen.

Wurde bereits zu einer bestimmten Operation geraten, kann eine urologische Zweitmeinung helfen, die verfügbaren Verfahren und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile einzuordnen.

Weiterführende Informationen

Einen Überblick über Beschwerden, Diagnostik und die verschiedenen Therapieverfahren finden Sie auf der Urokompetenz-Seite zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung.

Mehr über das eingesetzte Operationssystem erfahren Sie unter Roboterchirurgie bei Urokompetenz.

Bei Unsicherheit über die empfohlene Methode können Sie sich außerdem über eine Zweitmeinung vor einer Prostata-OP informieren.

Video zur Folge

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Mehr Informationen

Medizinischer Hinweis

Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine Operation notwendig ist und welches Verfahren infrage kommt, muss anhand der Beschwerden, der Prostatagröße, der Blasenfunktion und aller weiteren persönlichen Befunde entschieden werden. Wer plötzlich überhaupt nicht mehr Wasser lassen kann, benötigt eine umgehende medizinische Beurteilung.

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