Urokompetenz Podcast mit Dr. Witt

Prostatabiopsie: Worauf es bei der Gewebeentnahme ankommt

21.06.2026
Worauf kommt es bei einer Prostatabiopsie wirklich an? Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt erklärt die Bedeutung von MRT, Mikroultraschall, gezielten und systematischen Proben sowie dem transperinealen Zugangsweg.
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Prostatabiopsie: Worauf es bei der Gewebeentnahme ankommt
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Worum geht es in dieser Folge?

Ein erhöhter PSA-Wert oder ein auffälliger MRT-Befund bedeutet noch nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Besteht nach der bisherigen Diagnostik weiterhin ein begründeter Verdacht, kann eine Prostatabiopsie notwendig sein. Erst die Untersuchung der entnommenen Gewebeproben kann zeigen, ob Krebszellen vorhanden sind und wie aggressiv ein gefundener Tumor einzuschätzen ist.

In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, worauf es bei einer zuverlässigen Gewebeentnahme wirklich ankommt. Entscheidend sind nicht nur die Anzahl der Proben, sondern auch eine sorgfältige Vorbereitung, eine präzise Bildgebung, der richtige Zugangsweg und die Erfahrung des untersuchenden Teams.

Verdächtige Bereiche aus einer vorausgegangenen MRT können bei der Biopsie gezielt angesteuert werden. Ergänzend ermöglicht der hochauflösende Mikroultraschall, auffällige Gewebestrukturen während der Untersuchung in Echtzeit darzustellen. Bei einer Erstbiopsie werden gezielte Proben in der Regel mit systematischen Proben aus weiteren Bereichen der Prostata kombiniert.

Urokompetenz führt die Gewebeentnahme transperineal über den Damm durch. Da die Biopsienadel dabei nicht durch den Enddarm geführt wird, lässt sich das Risiko infektiöser Komplikationen im Vergleich zum transrektalen Zugang reduzieren.

In dieser Folge erfahren Sie

  • Wann eine Prostatabiopsie sinnvoll sein kann
  • Warum ein erhöhter PSA-Wert allein noch keine Krebsdiagnose ist
  • Welche Rolle MRT und Mikroultraschall bei der Probenentnahme spielen
  • Warum gezielte und systematische Proben kombiniert werden können
  • Was den transperinealen vom transrektalen Zugang unterscheidet
  • Welche Informationen die pathologische Untersuchung liefert
  • Warum die Erfahrung des untersuchenden Teams wichtig ist

Warum dieses Thema wichtig ist

Eine sorgfältig geplante Biopsie soll klinisch bedeutsamen Prostatakrebs möglichst zuverlässig erkennen. Werden verdächtige Bereiche nicht präzise getroffen oder wichtige Prostataregionen nicht ausreichend untersucht, kann ein Tumor übersehen oder seine Aggressivität unterschätzt werden.

Die Gewebeproben werden nach dem Eingriff von einem Pathologen untersucht. Der Befund zeigt, ob Prostatakrebs vorliegt und welcher Gleason-Score beziehungsweise welche ISUP-Gradgruppe festgestellt wurde. Diese Angaben bilden gemeinsam mit PSA-Wert, Bildgebung und Tumorausdehnung eine wichtige Grundlage für die weitere Therapieentscheidung.

Nach der Biopsie können vorübergehend Blut im Urin oder Sperma, leichte Schmerzen und Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Selten kann es zu stärkeren Blutungen, Infektionen oder einem Harnverhalt kommen. Blutverdünnende Medikamente dürfen vor dem Eingriff nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt verändert oder abgesetzt werden.

Auch ein unauffälliger Biopsiebefund schließt Prostatakrebs nicht in jeder Situation vollständig aus. Bleiben PSA-Wert, MRT oder andere Befunde auffällig, sollte das weitere Vorgehen individuell urologisch besprochen werden.

Weiterführende Informationen

Wie verdächtige Bereiche hochauflösend dargestellt und gezielt untersucht werden, erfahren Sie im Beitrag Mikro-Ultraschall bei der Prostatabiopsie.

Einen Überblick über PSA-Wert, MRT, Biopsie und moderne Diagnoseverfahren bietet der Beitrag Prostatakrebs verstehen: Was Männer wissen sollten.

Weitere Informationen zu Diagnostik und Behandlung finden Sie auf der Seite Prostatakrebs – Diagnose und Behandlung.

Video zur Folge

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Mehr Informationen

Medizinischer Hinweis

Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine Prostatabiopsie erforderlich ist und welches Verfahren geeignet ist, muss anhand des PSA-Verlaufs, der Bildgebung, des persönlichen Risikos und weiterer Befunde entschieden werden.

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