Worum geht es in dieser Folge?
Muss bei Prostatakrebs immer die gesamte Prostata entfernt werden? Oder lässt sich der Tumor gezielt behandeln und dabei gesundes Gewebe erhalten?
In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts steht die fokale Therapie mit hochintensiv fokussiertem Ultraschall (HIFU) im Mittelpunkt. Das Verfahren ermöglicht es, ausgewählte Bereiche der Prostata durch gebündelte Ultraschallenergie zu behandeln.
Dabei geht es um die Möglichkeiten und Grenzen dieser schonenden Behandlungsmethode und um die Frage, für welche Patienten HIFU eine Alternative zu etablierten Therapien sein könnte.
In dieser Folge erfahren Sie
Die folgenden Fragen bilden die zentralen Themen rund um HIFU. Ihre tatsächliche Behandlung im Video muss noch anhand des Transkripts überprüft werden.
- Wie funktioniert eine HIFU-Behandlung bei Prostatakrebs?
- Was unterscheidet HIFU von einer Prostataoperation?
- Welche Patienten kommen für eine fokale Therapie infrage?
- Welche Rolle spielen MRT und Prostatabiopsie?
- Welche Vorteile kann HIFU für Kontinenz und Potenz bieten?
- Welche Risiken und Grenzen hat das Verfahren?
- Wie sicher ist die langfristige Tumorkontrolle?
- Welche Nachsorge ist nach einer HIFU-Behandlung erforderlich?
Warum dieses Thema wichtig ist
Gezielte Behandlung statt vollständiger Entfernung
Bei der fokalen HIFU-Therapie wird Ultraschallenergie gezielt auf tumortragende Bereiche der Prostata konzentriert. Die entstehende Wärme zerstört das behandelte Gewebe.
Anders als bei einer radikalen Prostatektomie bleibt ein Teil der Prostata erhalten. Ziel ist es, den Tumor zu kontrollieren und gleichzeitig wichtige Funktionen wie die Harnkontinenz und Erektionsfähigkeit möglichst zu schonen.
Nicht für jeden Patienten geeignet
Entscheidend sind die Lage, Größe und Aggressivität des Tumors. Für die Therapieplanung werden unter anderem der PSA-Wert, eine multiparametrische MRT-Untersuchung und die Ergebnisse der Prostatabiopsie berücksichtigt.
Da Prostatakrebs an mehreren Stellen der Prostata auftreten kann, ist eine sorgfältige Patientenauswahl besonders wichtig.
Chancen und Grenzen der HIFU-Therapie
HIFU kann bei ausgewählten Patienten funktionelle Vorteile bieten. Allerdings ist die langfristige onkologische Gleichwertigkeit mit einer Operation oder Bestrahlung bislang nicht ausreichend nachgewiesen.
Die aktuellen medizinischen Leitlinien bewerten die fokale Therapie deshalb zurückhaltend. Nach der Behandlung sind regelmäßige PSA-Kontrollen, bildgebende Untersuchungen und Kontrollbiopsien erforderlich. Gegebenenfalls kann eine weitere Behandlung notwendig werden.
Weiterführende Informationen
Ausführliche Informationen zum Verfahren bietet Urokompetenz auf der Seite HIFU-Therapie bei Prostatakrebs.
Welche Untersuchungen für eine genaue Diagnose wichtig sind, erfahren Sie unter MRT-Fusionsbiopsie der Prostata.
Eine ergänzende Podcast-Folge beschäftigt sich mit neuen Entwicklungen der fokalen Therapie bei Prostatakrebs.
Video zur Folge
Medizinischer Hinweis
Die Inhalte dieser Podcast-Folge dienen der allgemeinen medizinischen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Welche Behandlung bei Prostatakrebs geeignet ist, hängt von den persönlichen Befunden und der individuellen gesundheitlichen Situation ab.