Worum geht es in dieser Folge?
Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Er kann jedoch Anlass für weitere Untersuchungen sein. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Prostata-MRT bei Prostatakrebsverdacht.
In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, wann eine multiparametrische MRT sinnvoll sein kann, welche Informationen sie liefert und wie verdächtige Bereiche der Prostata beurteilt werden.
Die MRT erstellt detaillierte Schnittbilder und kann auffällige Areale sichtbar machen. Der Befund wird mithilfe des PI-RADS-Werts von 1 bis 5 eingeordnet. Je höher der Wert ist, desto stärker ist der bildgebende Verdacht auf einen klinisch bedeutsamen Tumor. Eine Krebsdiagnose kann durch die MRT allein jedoch nicht gestellt werden.
Zeigt die Bildgebung einen verdächtigen Bereich, können die MRT-Aufnahmen mit einem Ultraschallbild kombiniert werden. Dadurch lässt sich das entsprechende Areal bei einer gezielten Prostatabiopsie genauer untersuchen.
In dieser Folge erfahren Sie
- Wann eine MRT der Prostata sinnvoll sein kann
- Welche Informationen die Bildgebung über auffällige Bereiche liefert
- Was der PI-RADS-Wert bedeutet
- Warum ein MRT-Befund noch keine Krebsdiagnose ist
- Wie MRT und Ultraschall bei einer gezielten Biopsie kombiniert werden
- Welche Grenzen die Prostata-MRT besitzt
- Warum PSA-Wert, Bildgebung und persönliches Risiko gemeinsam bewertet werden müssen
Warum dieses Thema wichtig ist
Die Prostata-MRT kann dabei helfen, klinisch bedeutsame Tumoren gezielter zu erkennen und die Entscheidung über weitere Untersuchungen besser vorzubereiten. Gleichzeitig kann sie Männern mit unauffälligem Befund unnötige Eingriffe ersparen.
Für die weitere Beurteilung zählt jedoch nicht nur das MRT-Ergebnis. Auch der Verlauf des PSA-Werts, die Größe der Prostata, die familiäre Vorbelastung, frühere Untersuchungsergebnisse und das persönliche Risikoprofil müssen berücksichtigt werden.
Ein auffälliger MRT-Befund beweist keinen Prostatakrebs. Besteht ein begründeter Verdacht, liefert in der Regel erst die feingewebliche Untersuchung einer Biopsie Klarheit darüber, ob Tumorzellen vorhanden sind und wie aggressiv sie einzuschätzen sind.
Auch die Qualität der Aufnahmen und die Erfahrung bei der Befundung sind wichtig. Patienten sollten daher mit ihrem Urologen besprechen, wie das MRT-Ergebnis einzuordnen ist und welcher nächste Schritt in ihrer persönlichen Situation sinnvoll erscheint.
Weiterführende Informationen
Mehr über die Bewertung eines auffälligen Blutwerts erfahren Sie im Beitrag PSA-Wert bei Prostatakrebs: Was Patienten wissen müssen.
Einen Überblick über MRT, Biopsie und weitere Diagnoseverfahren bietet der Beitrag Prostatakrebs verstehen: Was Männer wissen sollten.
Wie auffällige Bereiche mit hochauflösendem Ultraschall untersucht werden können, lesen Sie unter Mikroultraschall bei der Prostatabiopsie.
Video zur Folge
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Mehr InformationenMedizinischer Hinweis
Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine Prostata-MRT, eine Biopsie oder eine andere Untersuchung sinnvoll ist, muss anhand des persönlichen Risikos, des PSA-Verlaufs und aller vorhandenen Befunde entschieden werden.