Urokompetenz Podcast mit Dr. Witt

Prostata-OP bei Prostatakrebs: Was Sie vorher wissen sollten

05.07.2026
Was sollten Patienten vor einer Prostata-OP wissen? Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt erklärt wichtige Befunde, Behandlungsalternativen, Nervenschonung sowie mögliche Auswirkungen auf Kontinenz und Erektionsfähigkeit.
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Prostata-OP bei Prostatakrebs: Was Sie vorher wissen sollten
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Worum geht es in dieser Folge?

Eine Prostata-OP bei Prostatakrebs ist eine wichtige Entscheidung. Vor dem Eingriff sollten Patienten nicht nur den Ablauf der Operation kennen, sondern auch verstehen, warum die Operation empfohlen wird, welche Alternativen bestehen und welche Folgen realistisch möglich sind.

In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, welche Informationen vor einer Prostataentfernung vorliegen sollten. Dazu gehören der PSA-Wert, die Ergebnisse von Biopsie und MRT, der Aggressivitätsgrad des Tumors und – bei einem höheren Risiko – eine Untersuchung auf mögliche Metastasen.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob eine Operation tatsächlich die passende Behandlung ist. Bei einem wenig aggressiven Tumor kann eine aktive Überwachung infrage kommen. Abhängig vom Befund sind auch Bestrahlung oder eine fokale Behandlung mögliche Alternativen. Eine urologische Zweitmeinung kann helfen, die vorhandenen Befunde und Behandlungsmöglichkeiten unabhängig einzuordnen.

Dr. Witt erläutert außerdem, warum nicht allein die eingesetzte Technik über das Ergebnis entscheidet. Bei einer roboterassistierten Prostatektomie sind die Erfahrung des Operateurs, ein spezialisiertes OP-Team und klar strukturierte Abläufe besonders wichtig.

In dieser Folge erfahren Sie

  • Welche Befunde vor einer Prostataoperation vollständig vorliegen sollten
  • Wann eine Operation bei Prostatakrebs sinnvoll sein kann
  • Welche Alternativen zur Prostataentfernung bestehen
  • Warum die Erfahrung von Operateur und OP-Team wichtig ist
  • Wann eine nervenschonende Operation möglich sein kann
  • Welche Rolle Schnellschnitt und Lymphknotenentfernung spielen
  • Was Patienten über Kontinenz, Erektionsfähigkeit und Nachsorge wissen sollten

Warum dieses Thema wichtig ist

Ziel der Operation ist die möglichst vollständige Entfernung des Tumors. Gleichzeitig sollen der Schließmuskel und – sofern es die Lage des Tumors erlaubt – die für die Erektionsfähigkeit wichtigen Nervenstrukturen bestmöglich geschont werden. Die Tumorsicherheit hat dabei immer Vorrang.

Vor dem Eingriff sollte deshalb geklärt werden, ob eine nervenschonende Operation auf einer oder beiden Seiten realistisch ist. Ein intraoperativer Schnellschnitt kann das Operationsteam dabei unterstützen, die Schnittränder noch während des Eingriffs zu beurteilen. Abhängig vom persönlichen Risiko kann zusätzlich eine Entfernung von Beckenlymphknoten notwendig sein.

Patienten sollten außerdem offen über mögliche Auswirkungen auf die Harnkontinenz und Sexualität informiert werden. Ein fachlich angeleitetes Beckenbodentraining vor und nach der Prostata-OP kann die Wiedererlangung der Kontinenz unterstützen. Die Erholung der Erektionsfähigkeit hängt unter anderem von der Ausgangsfunktion, der Tumorausdehnung und dem möglichen Nervenerhalt ab.

Eine gute Vorbereitung bedeutet daher, nicht nur nach dem Operationsroboter zu fragen. Wichtige Fragen betreffen auch die Erfahrung des Operateurs mit dem konkreten Eingriff, die Ergebnisse des Zentrums, den geplanten Nervenerhalt, die Nachbehandlung und mögliche zusätzliche Therapien.

In vielen Fällen besteht ausreichend Zeit, die Befunde in Ruhe zu verstehen und gemeinsam mit dem behandelnden Team eine informierte Entscheidung zu treffen. Niemand sollte sich zu einer Operation gedrängt fühlen, ohne die medizinischen Gründe, Alternativen und möglichen Folgen nachvollziehen zu können.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zum Eingriff, zur Nervenschonung und zur Nachsorge finden Sie auf der Urokompetenz-Seite zur roboterassistierten Prostatektomie.

Mehr über das Da-Vinci-System und die Bedeutung der operativen Erfahrung erfahren Sie unter Roboterchirurgie bei Urokompetenz.

Einen Überblick über Diagnostik und weitere Behandlungsmöglichkeiten bietet die Seite Prostatakrebs – Diagnose und Behandlung.

Video zur Folge

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Mehr Informationen

Medizinischer Hinweis

Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine Prostataoperation sinnvoll ist und in welchem Umfang eine Nerven- oder Lymphknotenschonung möglich ist, muss anhand der persönlichen Befunde und möglicher Behandlungsalternativen entschieden werden.

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