Urokompetenz Podcast mit Dr. Witt

Prostatabiopsie bei Prostatakrebsverdacht: Muss das wirklich sein?

25.01.2026
Muss bei einem erhöhten PSA-Wert wirklich eine Biopsie erfolgen? Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt erklärt, wann eine Prostatabiopsie sinnvoll ist und welche Rolle MRT, Mikroultraschall und die gezielte Probenentnahme über den Damm spielen.
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Prostatabiopsie bei Prostatakrebsverdacht: Muss das wirklich sein?
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Worum geht es in dieser Folge?

Ein erhöhter PSA-Wert kann auf Prostatakrebs hinweisen, hat aber auch zahlreiche gutartige Ursachen. Deshalb bedeutet ein auffälliger Wert weder automatisch eine Krebsdiagnose noch, dass sofort eine Gewebeprobe entnommen werden muss.

In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, wann eine Prostatabiopsie bei Prostatakrebsverdacht sinnvoll ist und welche Untersuchungen der Entscheidung vorausgehen sollten. Dabei geht es insbesondere um die Rolle der Prostata-MRT, des Mikroultraschalls und einer gezielten Probenentnahme.

Besteht nach der Bewertung des PSA-Verlaufs, des persönlichen Risikos und der Bildgebung weiterhin ein relevanter Krebsverdacht, kann eine Biopsie notwendig werden. Erst die feingewebliche Untersuchung der Proben kann zuverlässig zeigen, ob Krebszellen vorhanden sind und wie aggressiv ein gefundener Tumor einzuschätzen ist.

Bei Urokompetenz erfolgt die Probenentnahme über den Damm. Bei dieser transperinealen Prostatabiopsie können verdächtige Bereiche aus der MRT oder dem hochauflösenden Mikroultraschall gezielt untersucht werden. Der Zugangsweg über den Damm soll insbesondere das Infektionsrisiko gegenüber einer Probenentnahme durch den Enddarm reduzieren.

In dieser Folge erfahren Sie

  • Warum ein erhöhter PSA-Wert noch keine Krebsdiagnose bedeutet
  • Wann eine Prostatabiopsie notwendig werden kann
  • Welche Rolle die MRT vor einer Biopsie spielt
  • Wie auffällige Bereiche gezielt untersucht werden
  • Was eine transperineale Biopsie von der Entnahme über den Enddarm unterscheidet
  • Welche Informationen die Gewebeuntersuchung für die weitere Behandlung liefert
  • Welche möglichen Risiken und Beschwerden nach einer Biopsie auftreten können

Warum dieses Thema wichtig ist

Eine Biopsie sollte weder vorschnell durchgeführt noch aus Angst grundsätzlich vermieden werden. Entscheidend ist, ob nach allen bisherigen Untersuchungen ein begründeter Verdacht auf einen klinisch bedeutsamen Prostatakrebs besteht.

Die Bildgebung kann verdächtige Veränderungen sichtbar machen und die Entnahme gezielt vorbereiten. Sie kann die feingewebliche Untersuchung jedoch nicht in jeder Situation ersetzen. Werden Krebszellen gefunden, liefert die Biopsie wichtige Informationen über die Art und Aggressivität des Tumors. Diese Angaben bilden gemeinsam mit PSA-Wert und Bildgebung eine Grundlage für die Entscheidung zwischen aktiver Überwachung, Operation, Bestrahlung oder anderen Behandlungen.

Wie jeder medizinische Eingriff ist auch eine Prostatabiopsie mit möglichen Nebenwirkungen verbunden. Dazu gehören vorübergehend Blut im Urin oder Sperma, Beschwerden beim Wasserlassen, Blutungen, Infektionen und selten ein Harnverhalt. Der persönliche Nutzen und die möglichen Risiken sollten deshalb vor dem Eingriff verständlich besprochen werden.

Auch eine unauffällige Biopsie kann einen Tumor nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen. Bleiben PSA-Wert oder Bildgebung auffällig, kann eine weitere Kontrolle oder in ausgewählten Fällen eine erneute Biopsie erforderlich sein.

Weiterführende Informationen

Mehr über PSA-Wert, MRT und die Entscheidung für eine Gewebeentnahme erfahren Sie im Beitrag Früherkennung von Prostatakrebs.

Informationen zur gezielten Untersuchung verdächtiger Bereiche finden Sie unter Mikroultraschall bei der Prostatabiopsie.

Einen Überblick über Diagnostik und Behandlung bietet die Urokompetenz-Seite zum Thema Prostatakrebs.

Video zur Folge

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Mehr Informationen

Medizinischer Hinweis

Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine Prostatabiopsie notwendig ist, muss anhand des persönlichen Risikos, des PSA-Verlaufs, der Bildgebung und weiterer Untersuchungsergebnisse entschieden werden.

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