Urokompetenz Podcast mit Dr. Witt

Prostatakrebs – HIFU statt OP? Für wen die fokale Therapie geeignet ist

23.08.2026
Kann HIFU bei Prostatakrebs eine Alternative zur Operation sein? Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt erklärt, für welche Patienten die fokale Therapie geeignet sein kann und welche Befunde für die Entscheidung wichtig sind.
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Prostatakrebs – HIFU statt OP? Für wen die fokale Therapie geeignet ist
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Worum geht es in dieser Folge?

Kann eine HIFU-Therapie bei Prostatakrebs eine Alternative zur vollständigen Entfernung der Prostata sein? Nicht jeder Prostatatumor muss automatisch operiert werden. Bei sorgfältig ausgewählten Patienten kann eine fokale Therapie infrage kommen, bei der gezielt der Bereich behandelt wird, in dem sich der Tumor befindet.

In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, für welche Patienten eine HIFU-Behandlung bei Prostatakrebs geeignet sein kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Entscheidend ist vor allem, ob der Tumor örtlich begrenzt und präzise lokalisierbar ist. MRT, Biopsie, PSA-Wert, Tumorausdehnung und die Aggressivität des Prostatakrebses müssen deshalb gemeinsam beurteilt werden. Erst danach lässt sich einschätzen, ob eine fokale Behandlung sinnvoll ist oder ob eine Operation, Bestrahlung oder eine andere Therapie mehr Sicherheit bietet.

In dieser Folge erfahren Sie

  • Wie die fokale HIFU-Therapie bei Prostatakrebs funktioniert
  • Für welche Patienten eine fokale Behandlung infrage kommen kann
  • Warum nicht jeder Prostatakrebs mit HIFU behandelt werden sollte
  • Welche Bedeutung MRT, Biopsie und Tumorlokalisation haben
  • Was HIFU von einer vollständigen Prostataoperation unterscheidet
  • Warum die individuelle Risikoeinschätzung für die Therapieentscheidung entscheidend ist

Warum dieses Thema wichtig ist

Bei einer fokalen Therapie wird nicht automatisch die gesamte Prostata behandelt. Stattdessen werden hochintensive fokussierte Ultraschallwellen auf einen vorher genau bestimmten Bereich konzentriert. Dort entsteht gezielt Wärme, durch die das Tumorgewebe zerstört werden soll.

Der mögliche Vorteil besteht darin, möglichst viel gesundes Prostatagewebe und funktionell wichtige Strukturen zu erhalten. Dadurch kann eine fokale Therapie für ausgewählte Patienten eine weniger belastende Alternative zu einer radikalen Behandlung darstellen.

Voraussetzung ist jedoch eine sehr genaue Diagnostik. Der Tumor muss innerhalb der Prostata ausreichend sicher lokalisiert und hinsichtlich seiner Aggressivität beurteilt werden können. Dazu werden unter anderem die MRT-Bildgebung, Ergebnisse der Prostatabiopsie, der PSA-Wert und weitere Befunde berücksichtigt.

HIFU ist deshalb keine allgemeine Alternative zur Operation für jeden Patienten mit Prostatakrebs. Bei ausgedehnten, ungünstig gelegenen oder aggressiveren Tumoren kann eine roboterassistierte Prostatektomie oder eine andere Behandlungsform medizinisch sinnvoller sein.

Auch nach einer fokalen Behandlung bleibt eine strukturierte Nachsorge notwendig. Da Teile der Prostata erhalten bleiben, müssen PSA-Wert und Prostata weiterhin kontrolliert werden. Je nach Befund können zusätzliche MRT-Untersuchungen oder erneute Gewebeproben erforderlich sein.

Die Entscheidung zwischen aktiver Überwachung, HIFU, Operation und Bestrahlung sollte deshalb nicht allein nach dem Wunsch nach einer möglichst schonenden Behandlung getroffen werden. Entscheidend ist, welche Therapie für die individuelle Tumorsituation eine sinnvolle Balance zwischen onkologischer Sicherheit und dem Erhalt von Lebensqualität bietet.

Weiterführende Informationen

Wie hochintensiver fokussierter Ultraschall funktioniert und wie die Behandlung abläuft, erfahren Sie auf der Seite zur HIFU-Therapie bei Prostatakrebs.

Einen Überblick über Diagnostik, Risikoeinschätzung und unterschiedliche Therapieoptionen bietet die Seite Prostatakrebs – Diagnose und Behandlung.

Wenn Sie wissen möchten, ob eine fokale Therapie für Ihre persönliche Tumorsituation infrage kommt, finden Sie weitere Informationen zur Zweitmeinung bei Prostatakrebs.

Video zur Folge

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Mehr Informationen

Medizinischer Hinweis

Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine HIFU-Therapie, Operation, Bestrahlung, aktive Überwachung oder eine andere Behandlung infrage kommt, muss anhand der individuellen Tumoreigenschaften, der persönlichen Befunde und möglicher Behandlungsalternativen entschieden werden.