Urokompetenz Podcast mit Dr. Witt

PSMA-PET bei Prostatakrebs: Wann ist die Untersuchung sinnvoll?

03.05.2026
Wann ist ein PSMA-PET bei Prostatakrebs sinnvoll? Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt erklärt, wie die Untersuchung Tumorherde und Metastasen sichtbar macht, wann sie für das Staging oder bei erneut steigendem PSA eingesetzt wird und welche Grenzen zu beachten sind.
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PSMA-PET bei Prostatakrebs: Wann ist die Untersuchung sinnvoll?
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Worum geht es in dieser Folge?

Das PSMA-PET bei Prostatakrebs kann dabei helfen, die Ausbreitung der Erkrankung im Körper genauer zu beurteilen. Dazu wird ein schwach radioaktiv markierter Stoff verabreicht, der sich an PSMA bindet – ein Merkmal, das auf vielen Prostatakrebszellen verstärkt vorkommt. Mithilfe der PET und einer ergänzenden CT oder MRT können auffällige Herde in der Prostata, in Lymphknoten, Knochen und anderen Organen sichtbar werden.

In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, wann die Untersuchung einen wichtigen Beitrag zur Therapieplanung leisten kann. Besonders relevant ist sie bei einem neu diagnostizierten Prostatakrebs mit erhöhtem Ausbreitungsrisiko sowie bei einem erneut steigenden PSA-Wert nach Operation oder Bestrahlung.

Für Männer mit einem niedrigen Risiko ist ein PSMA-PET dagegen meist nicht erforderlich. Die Untersuchung ist außerdem kein Ersatz für eine Biopsie: Nur die feingewebliche Analyse kann sicher bestätigen, ob Prostatakrebs vorliegt und wie aggressiv der Tumor ist.

In dieser Folge erfahren Sie

  • Wie ein PSMA-PET/CT funktioniert
  • Wann die Untersuchung vor einer Operation oder Bestrahlung sinnvoll sein kann
  • Welche Rolle das persönliche Risikoprofil spielt
  • Wie PSMA-PET bei einem erneut steigenden PSA-Wert helfen kann
  • Warum ein unauffälliger Befund Metastasen nicht sicher ausschließt
  • Weshalb PSMA-PET weder MRT noch Prostatabiopsie vollständig ersetzt

Warum dieses Thema wichtig ist

Vor der Behandlung muss möglichst genau bekannt sein, ob der Tumor auf die Prostata begrenzt ist oder sich bereits ausgebreitet hat. Das Ergebnis der PSMA-PET-Ausbreitungsdiagnostik kann deshalb Einfluss darauf haben, ob eine Operation, Bestrahlung oder eine andere Behandlungsstrategie empfohlen wird.

Auch nach einer zunächst heilenden Behandlung kann die Untersuchung sinnvoll sein. Steigt der PSA-Wert erneut an, kann ein PSMA-PET helfen, einen örtlichen Rückfall oder Metastasen zu lokalisieren und eine gezielte weitere Therapie zu planen.

Trotz seiner hohen Genauigkeit hat das Verfahren Grenzen. Nicht jede Prostatakrebszelle zeigt ausreichend PSMA, und sehr kleine Tumorherde können unterhalb der Auflösungsgrenze liegen. Ein unauffälliges PSMA-PET bedeutet daher nicht automatisch, dass sich keine Tumorzellen im Körper befinden.

Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob die Untersuchung technisch möglich ist. Sie sollte vor allem dann durchgeführt werden, wenn ihr Ergebnis die weitere Behandlung tatsächlich beeinflussen kann.

Weiterführende Informationen

Eine ausführliche Einordnung von Nutzen und Grenzen finden Sie im Urokompetenz-Beitrag PSMA-PET bei Prostatakrebs: starkes Staging-Werkzeug.

Einen Überblick über Diagnostik, Risikoeinschätzung und Behandlung erhalten Sie auf der Seite Prostatakrebs.

Wie MRT, PSMA-PET, Biopsiebefunde und weitere Informationen in die Operationsplanung einfließen, erfahren Sie unter roboterunterstützte Prostatektomie.

Video zur Folge

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Mehr Informationen

Medizinischer Hinweis

Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob ein PSMA-PET sinnvoll ist, muss anhand des Tumorstadiums, des Risikoprofils, des PSA-Verlaufs und der möglichen therapeutischen Konsequenzen entschieden werden.

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