Worum geht es in dieser Folge?
Urologie ist nicht nur Männersache. Zwar gehören Prostata, Hoden und männliche Sexualfunktionen zum Fachgebiet – Urologinnen und Urologen behandeln aber ebenso Erkrankungen der Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre. Diese Organe besitzen Frauen und Männer gleichermaßen.
In dieser Folge des Urokompetenz Podcasts erklärt Priv.-Doz. Dr. J.H. Witt, welche Aufgaben die Urologie übernimmt und bei welchen Beschwerden auch Frauen einen Urologen aufsuchen sollten. Dazu gehören beispielsweise wiederkehrende Harnwegsinfektionen, Blut im Urin, Nierensteine, Probleme bei der Blasenentleerung sowie Erkrankungen von Niere und Blase.
Während die Gynäkologie die weiblichen Geschlechtsorgane behandelt, ist die Urologie für Frauen insbesondere für die ableitenden Harnwege zuständig. Abhängig von der Erkrankung arbeiten beide Fachrichtungen eng mit weiteren medizinischen Disziplinen zusammen.
In dieser Folge erfahren Sie
- Warum Urologie nicht mit reiner Männermedizin gleichzusetzen ist
- Welche Organe zum Fachgebiet der Urologie gehören
- Mit welchen Beschwerden Frauen einen Urologen aufsuchen können
- Welche Erkrankungen Frauen und Männer gleichermaßen betreffen
- Wie sich Urologie, Andrologie und Gynäkologie unterscheiden
- Warum anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden abgeklärt werden sollten
Warum dieses Thema wichtig ist
Die falsche Vorstellung vom Urologen als reinem „Männerarzt“ kann dazu führen, dass Frauen urologische Beschwerden nicht richtig einordnen. Besonders Blut im Urin sollte nicht vorschnell ausschließlich einer Blasenentzündung zugeschrieben werden – auch dann nicht, wenn keine Schmerzen bestehen.
Ebenso betreffen Erkrankungen der Niere Frauen und Männer. Dazu gehören unter anderem Nierentumoren, Nierensteine und Störungen des Urinabflusses. Beschwerden wie Flankenschmerzen, wiederkehrende Infektionen oder auffällige Urinbefunde können deshalb eine urologische Untersuchung erforderlich machen.
Eine frühzeitige urologische Abklärung bedeutet nicht automatisch, dass eine schwere Erkrankung vorliegt. Sie hilft vielmehr dabei, die Ursache der Beschwerden zu erkennen und bei Bedarf rechtzeitig eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Weiterführende Informationen
Warum Blasenerkrankungen auch bei Frauen ernst genommen werden sollten, erfahren Sie auf der Urokompetenz-Seite zum Thema Blasenkrebs.
Informationen zur organerhaltenden Behandlung von Tumoren finden Sie unter Nierenkrebs und Nierenerhalt.
Mehr über Erkrankungen, die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen, lesen Sie unter Nierenbeckenabgangsenge und Harnleiterenge.
Video zur Folge
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Mehr InformationenMedizinischer Hinweis
Diese Podcast-Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Anhaltende Beschwerden, sichtbares Blut im Urin, starke Schmerzen, Fieber oder Probleme bei der Blasenentleerung sollten zeitnah medizinisch abgeklärt werden.